unser 2 Monatsimpuls

Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen. Sprüche 3,5-6

Meine lieben Marburger, 

so langsam wird es ernst. In den letzten drei Tagen habe ich mit Freunden und Familie die Küche in unserer neuen Wohnung in Michelbach aufgebaut, neue Gas- und Stromverträge wurden abgeschlossen, die Internetverbindung eingerichtet, der Rasen gemäht, die Mülltonne rausgestellt … Und gestern kam Philipp und hat mich in die Tiefen der Marburger FeG-IT-Welt eingeführt. In einer Test-E-Mail, die er von meinem Konto aus an sich selbst geschickt hatte, war als Signatur folgendes zu lesen: 

Sebastian Mankel

0175xxxxxxx (die Nummer wurde von der Redaktion ausgeblendet)

Pastor der Freien evangelischen Gemeinde Marburg

Ich werde euch mit hineinnehmen in ein paar Gedanken, die mich jetzt kurz vor meinem Dienstanfang, beschäftigen. Sie sind etwas ungeordnet, aber sie geben euch einen guten Einblick in das, was gerade bei uns persönlich dran ist.

Familie: Wir sind die Mankels – das sind Annika, Sebastian, Amelie (4) und Benjamin (9 Monate). Annika ist Grundschullehrerin, begeisterte Sängerin, Schokoladenliebhaberin, liebevolle Mutter und noch vieles mehr. Amelies (aktuelles) Lieblingstier ist das Krokodil, ihre Lieblingsfarbe ist blau oder manchmal auch rosa, ihr Kuscheltier heißt „Mimi“, sie liebt Tiere und geht mit großer Begeisterung in ihren Kindergarten. Benni erkundet neugierig unsere Wohnung, isst gerne mit uns zusammen Abendbrot, lacht gerne und ist ganz stolz, wenn er sich schon an unseren Couchtisch stellen kann.

Als Familie hoffen wir, einfach bei euch wir selbst sein zu dürfen. Weder die Frau noch die Kinder des Pastors – mit irgendwelchen Sonderrechten oder auch Sonderverpflichtungen – sondern einfach Annika, Amelie und Benjamin. Wir sind gespannt darauf, euch alle kennenzulernen!

Abschiedsschmerz: Am Anfang meines Theologiestudiums haben wir es als eine schöne Perspektive angesehen, noch mindestens fünf Jahre in Dillenburg zu sein. Für Annika und mich ist das seit vielen Jahren unsere Heimat. Und auch wenn Marburg nicht allzu weit entfernt ist, lassen wir doch unsere schöne Wohnung und eine ganze Menge Vertrautheit zurück. Das letzte Mal Weihnachten, das letzte Mal Geburtstag, das letzte Mal in der Wohnung sein. Am kommenden Sonntag (18.07.) werden wir vormittags aus der FeG Dillenburg verabschiedet, am Nachmittag bekomme ich mein Masterzeugnis in Ewersbach. 

Vorfreude: Während das eine Auge weint, lacht das andere. Es gibt so vieles, worauf wir uns in Marburg freuen. Ihr als Gemeinde macht es uns so leicht, wie es nur geht, nach Marburg zu kommen. Nicht nur durch das starke Votum der Berufung, sondern auch schon durch die vielen Treffen, die davor und danach stattgefunden haben. Wir freuen uns schon sehr auf euch!

Zudem sind wir sehr dankbar für die Wohnung in Michelbach. Mehr Räume zur Verfügung zu haben, ist eine große Entlastung für uns. Amelie ist ganz begeistert von ihrem eigenen Zimmer und hat direkt Kontakt gefunden zu den Nachbarskindern. 

Kommunikation: Mir ist es ungemein wichtig, mit euch ins Gespräch zu kommen. Von der Kanzel aus werde ich vieles sagen, aber mir ist es ebenso wichtig, von euch zu hören. In der Signatur seht ihr ja bereits meine Kontaktdaten: Schreibt sie euch gerne sofort in euer digitales oder analoges Adressbuch. Ich antworte zuverlässig auf E-Mails und bin gut per Handy zu erreichen. Falls es gerade nicht passt, rufe ich gerne zurück. 

Ich bin überzeugt davon, dass gute Gemeindearbeit immer mit viel Reden verbunden ist. Als Pastor bin ich darauf angewiesen, von euch das zu hören, was euch beschäftigt. Sei es, was ihr euch als Predigtthemen wünscht oder wie ihr die letzte Predigt fandet. Sei es, dass ihr in Freude oder Leid jemanden als Gegenüber braucht. Sei es, dass Ihr Visionen, Wünsche, Bedürfnisse, Kritik zur Gemeinde anbringen wollt. Lasst es mich gerne hören!

Gottvertrauen: Meinen Start in Marburg möchte ich bewusst unter folgenden Vers aus dem Buch der Sprüche stellen: „Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht führen.“ (Sprüche 3,5-6)
Kein ganz leichter Vers, finde ich. Etwas intensiv zu durchdenken, halte ich für wichtig. Aber wirklich verlassen kann ich mich darauf nicht. Sorgfältige Gedanken schützen nicht vor Fehlern, Unachtsamkeiten und bewirken erst recht keine gelingende Gemeindearbeit. Wirklich verlassen kann ich mich allein auf Gottes Gnade und sein Wirken. Bitte betet für mich, für die Gemeindeleitung, Diakone und die Gemeinde als Ganzes. Wir brauchen das!

Ich persönlich und wir als Familie sind schon sehr gespannt auf den Start bei euch!

 
Bis dahin 

    und seid herzlich gegrüßt!

          Sebastian Mankel